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ENTDECKE

BRÜCKEN aus dem Barock

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Der Markgrafenweg im Fichtelgebirge

Mehrere alte Steinbrücken haben sich im Bereich des sogenannten Markgrafenweges erhalten, der besonders zur Zeit der fürstlichen Jagdaufenthalte im Fichtelgebirge von den Markgrafen und ihrem Hofstaat frequentiert wurde. Bei Reicholdsgrün im Gemeindegebiet der Stadt Kirchenlamitz befinden sich gleich zwei historische Bogenbrücken über dem vom Lehstenberg der Eger zustrebenden Lehstenbach. Die ältere, südöstlich des Dorfes gelegen, ist inschriftlich „Anno 1668“ datiert. Die jüngere – zwischen Reicholdsgrün und Fichtenhammer – trägt unter den Initialen „FMZBC“ (Friedrich Markgraf zu Brandenburg-Culmbach) die Jahreszahl 1736.  Der ansehnlichste Brückenbau im Verlauf des Markgrafenweges aber befand sich in Marktleuthen: 1542 vom Chronisten Caspar Bruschius erstmals bezeugt, fiel die 1767 neu errichtete sechsbogige Egerbrücke 1963 der Spitzhacke zum Opfer, um einer modernen Spannbetonbrücke zu weichen.

Die 1738 errichtete steinerne Brücke beim Wendenhammer wird hier bereits im Kapitel über das Jagdschloss Kaiserhammer (siehe Kapitel Jagdschlösser) genannt. Eine weitere, gut erhaltene Bogenbrücke überspannt die Eger bei Hendelhammer. Mit ihrem Bau war sicherlich bereits unter Markgraf Friedrich (1711/1735-1763) begonnen worden, um diesem bei seinen Jagden den Wechsel aus dem Kaiserhammerner Revier in den Selber Forst zu erleichtern. Fertig gestellt wurde sie jedoch erst 1763 unter seinem Nachfolger, dem Markgrafen Friedrich Christian (1708/1763-1769), dessen ineinander verschlungene Initialen „FC“ sie trägt.

Text: Harald Stark

Hendelhammer Egerbrücke, Fotos: Harald Stark 2009

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