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Taubenhäuser aus der Region

Faszination Taubenhäuser

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Taubenhäuser, auch als Taubenpfähle, Taubenpfeiler oder Taubentürme benannt, gibt es in Sachsen und im Vogtland, in Mecklenburg und im Bergischen, in Tschechien und in den Niederlanden. Freilichtmuseen (wie das in Bad Windsheim) schmücken sich damit. In Österreich und Altbayern heißen sie Taubenkobel. In den Landkreisen Bayreuth und Kulmbach findet man sie besonders häufig. Man rechnet sie zu den besonderen „Landmarken in der Kulturlandschaft“ – wie Mühlen, Türme oder Schornsteine.

Taubenhäuser waren allgemein beim Adel wie beim Landvolk verbreitet. Sie gehörten zur Alltagskultur auch in der Markgrafenzeit und schmücken in ihrem bunten Einfallsreichtum heute noch viele, auch modernisierte Bauerngärten in den Dörfern des Bayreuther und Kulmbacher Umlandes. Sie können vier-, sechs- oder achteckig sein. Den runden Taubenhäusern dient ein Wagenrad als Boden, darüber erhebt sich ein Flechtwerk aus Stroh, heute aus Sisal. Typisch für die Region sind statt der üblichen 3m hohen Holzpfosten die imposanten Sandsteinsäulen.

Über den praktischen Nutzen – Schutz vor Witterung, Marder und Krähen oder auch die Eier-Kontrolle zwecks Eingrenzung der Taubenvermehrung – streiten sich die Gemüter. Außen Hui und innen Pfui bleibt ein gewisses Problem. Die dekorativen Häuser sind nun einmal innen dunkel und schwer zu reinigen.

Aber Augen auf! Wer die Schönheit der Taubenhäuser einmal entdeckt hat, entdeckt auf einmal auch ihre Vielfalt.

Text und Fotos: Karla Fohrbeck

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Töpfermuseum Thurnau

Taubenhäuser