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barocke Prachtbauten & -Strassen

Bayreuth – Friedrichstraße 9-13
Premier-Minister neben Hof-Capellmeister
Karl Sitzmann berichtet dazu im Archiv für Oberfranken, Jg. 1952: „Bis 1739 entstand der dem Räntzschen /Nr. 6-10/ gegenüberliegende gleichartige Häuserblock Friedrichstraße 9, 11, 13 in schlichten Stilformen mit bandartigen Fensterrahmen und einheitlichem Mansarddach durch Hofbaumeister Christoph Mader“. Dieser errichtete sich sehr viel später, 1760, sein eigenes Haus = Nr. 20 am Ende der Friedrichstraße – aber hier vermutlich nach dem Planentwurf von Hofarchitekt Carl Philipp von Gontard.
- Die Nr. 9-11 erwarb sich der spätere Minister von Markgraf Friedrich, Philipp Andreas Ellrodt, 1743/44 als Stadt-Palais;
im Innern sind noch Stuckdecken mit Muschelwerk erhalten. Das prunkvolle Ellrodt’sche Garten-Palais, das sich nach links (Nr. 7) anschließt, kam erst 16 Jahre später dazu. - Nr. 13 war das Wohnhaus von Hofrat J.G. Pfeiffer, Kapellmeister & Komponist am Hof von MG Friedrich & Wilhelmine, der die „Hof-Capell und Cammer-Music“ leitete. Dieser war nicht nur für Opernaufführungen und Konzerte zuständig, auch für Tafelmusik und musikalische Begleitung bei der Jagd oder höfischem Zeremoniell. Pfeiffer wurde von Markgräfin Wilhelmine in hohen Ehren gehalten, bei ihm nahm sie auch Unterricht in Komposition. Als er mit 64 Jahren 1761 starb, erbte das Haus sein einziger Sohn, Prozessrat F. Pfeiffer.
Text & Fotos: Karla Fohrbeck

