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barocke Prachtbauten & -Strassen

Bayreuth – Friedrichstraße 6-10
Die Häuser Friedrichstraße 6, 8 und 10 an der Ecke zur Dammallee entstanden um 1734 bis 1740 und bilden eine geschlossene Reihe von drei zweigeschossigen Bauten mit Mansarddach und Gauben und flacher Fensterprofilierung. Nr. 8 wurde nach dem Krieg neu errichtet und inzwischen auch aufwendig restauriert.
Nr. 10, ein – laut August Gebessler – „Traufseithaus von sieben Achsen“, wurde 1734 noch zur Regierungszeit von Markgraf Georg Friedrich Karl (1726-1735) von Maurermeister Johann Nikolaus Ulsch (1704-1746) als sein eigenes Wohnhaus erbaut. Jahreszahl und Name finden sich auf dem Inschriftstein über dem korbbogigen Tor. Später, zur Regierungszeit von Markgraf Friedrich und Wilhelmine (1735-1763), konnte sich der Sänger Steffanino Leonardi dieses Haus von seinen hohen Gagen leisten.
Ein Wand-Gedenkstein erinnert daran, dass hier einst der Dichter Jean Paul (1763-1825) mit seiner Familie wohnte (vom 15.11.1808 – 26.9.1811), weil er seinem jüdischen Freund Emanuel Osmund nahe sein wollte – eine Freundschaft, die ungewöhnlich war und auf einer weiteren Gedenktafel* dort gewürdigt wird. Hier vollendete er einige seiner populären kleineren Werke: „Feldprediger Schmelzle“, „Dr. Katzenbergers Badereise“ und „Leben Fibels“.
Ein Klick auf die Bilder vergrößert diese.
Und hier ein Blick in die einstigen (restaurierten) Innenräume im 1. Stock
1808-1811 wohnte Jean Paul mit Familie auch selbst in diesem Haus. Seine Wohnung im ersten Stock wurde nach Denkmalschutzkriterien restauriert.
Das renommierte Restaurant Herpichs musste 2024 seine Pforten schließen. Das Haus ist inzwischen verkauft.
Text & Fotos: Karla Fohrbeck











