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barocke Prachtbauten & -Strassen

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Bayreuth – Kanzleistraße OBELISK-BRUNNEN

Der Obelisk-Brunnen aus Sandstein in der Kanzleistraße vor der Stadtkirche ist den meisten Einheimischen vertraut. Obelisken waren damals in ganz Europa modern und bezeichnen – nach ägyptischem Vorbild – einen freistehenden, hohen, sich nach Oben verjüngenden monolithischen Steinpfeiler (Stele), der eine meist  pyramidenförmige Spitze hat.

Lange Zeit stand hier ein Totenbeinhaus und später der sogenannte Almosenkasten des Spitals, der 1786 abgebrochen wurde. Von diesem sind Fragmente im Eremitenhaus des damaligen Superintendenten Theodor Künneth in Creußen verbaut worden.

Der Entwurf für den Brunnen stammt noch von Hofarchitekt Johann Gottlieb Riedel (1722-1791), die Ausführung vom Bildhauer Franz Peter Schuh (1743-1803). 1788 schuf er das Brunnenbecken, 1791 die Spitzsäule dazu. Beiden Künstlern begegnen wir auch immer wieder bei den Markgrafenkirchen. Der klassizistische Obelisk ist oben seitlich kanneliert und darunter mit hängenden Lorbeergirlanden verziert. Drei Löwenköpfe am sechseckigen Sockel dienen als Wasserspeier.

Von Franz Peter Schuh stammt schräg gegenüber an der ehemaligen Kanzlei übrigens auch die Portalplastik von Mars/Ares,
dem Kriegsgott und Minerva/Athena, der Weisheitsgöttin.

Text & Fotos: Karla Fohrbeck

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Vgl. auch:
Wilfried Engelbrecht: Die Bayreuther Stadtkirche. Geschichte des ältesten Bauwerks der Stadt. 2016/17 (Bayreuther Zeitlupe Verlag), insbesondere Kap. 7: Der Almosenkasten – Bau, Umwidmung und Abbruch der Beinhauskapelle.