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MARKGRAFENKIRCHEN

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Bayreuth – Kirche
St. Johannis

Im 18. Jh. lag das Patronat beim Landesfürsten. Den Ämtern von Markgraf Friedrich (1735-1763) kam daher 1741-45 die Baulast für den überfälligen Neubau zu (Hofarchitekt Johann David Räntz, der 10 Jahre zuvor schon den Turm entwarf). Die Kirche liegt über dem Roten Main an der Eremitage. Und da St. Johannis direkt an die markgräfliche Sommerresidenz des Markgrafenpaares Friedrich und Wilhelmine angrenzte, diente die Kirche auch gelegentlich als Hofkirche.

Die Innenausstattung dauerte länger. Der Kanzelaltar (von 1743) wurde erst 1753 vergoldet, der Taufengel stammt von 1758 – beides vom Hofbildhauer Johann Gabriel Räntz. Kastellan Joseph Samuel Pöhlmann von der Eremitage fertigte die Emporen-Ornamente auf Pappe von Buchbinder Senft. 1775 erbat man sich von Hofarchitekt Johann Gottlieb Riedel den Entwurf und von Stukkateur Michael Krätzer die Ausführung der Decke mit dem „Auge Gottes“ als Trinitäts-Symbol. Die gotischen Fresken (um 1430) mit klugen und törichten Jungfrauen vor Sternenhimmel sind im Sakristei-Chor hinter dem Kanzel-Altar zu finden.

Text & Fotos: Karla Fohrbeck

Info-Box

Pfarramt:
Ev.Luth. Pfarramt St. Johannis
Altentrebgastplatz 6
95448 Bayreuth
Tel: 09 21/92 427
pfarramt@stjohannis-bayreuth.de
http://www.stjohannis-bayreuth.de/

Die Kirche St. Johannis ist tagsüber im Allgemeinen für Besucher geöffnet. Dort liegt auch in Deutsch und Englisch ein von Dr. Friedemann Hebart getexteter und illustrierter Flyer aus. Im Pfarramt nebenan erhält man (gegen Kopierkosten bzw. Spende) auch ein ausführliches 4seitiges DINA4-Informationsblatt zur Geschichte, zur Symbolik und zu den Künstlern der Kirche.

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