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MARKGRÄFLICHE  BAROCKGÄRTEN & PARKS

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St. Georgen am See – mit Lustgarten

Vom Brandenburger Weiher zum Brandenburger See

Schon um 1500 gab es hier einzelne Teiche, die 1508/9 unter Markgraf Friedrich V. (von 1495-1515 war er MG von Brandenburg-Kulmbach) zu einem größeren Fischzucht-Weiher zusammengefasst wurde. Vorbild und Anlass war zu der Zeit die erfolgreiche Fischzucht im Weißenstädter Weiher (und hier gleich der Link zum dortigen Fisch- & Forsthaus). Der Brandenburger Weiher wurde nun mit 565 Tagwerk (192,5 ha) das größte Fischgewässer im Land. Den 10 Franziskanerbrüdern des kleinen, längst verschwundenen Klosters St. Jobst auf dem Allersdorfer Berg bei Bindlach verordnete der Markgraf damals „. . . jährlich 3 Zentner Karpfen aus dem Brandenburger Weiher zur Fastenspeise.“ Daran erinnert noch 1692 Magister Johann Will in seinem Reisebericht für Markgraf Christian Ernst (1661-1712)Das Teutsche Paradeiß in dem vortrefflichen Fichtelberg“.

Seit Ende des 15. Jh. wurde der Brandenburger Weiher künstlich angestaut. Er war nach Ende des 30jährigen Kriegs (1618-1648) kurze Zeit trockengelegt und dann wieder für das Abfischen und die fürstliche Enten- und Wildvogeljagd in den vorigen nützlichen Zustand versetzt worden, für die letztere gab es eine eigene kleine Insel. Dieser „vergnüglichen Jagd“ gingen Markgraf Georg Wilhelm und die späteren Markgrafen ebenfalls nach, auch wenn sie genügend andere Jagdschlösser und Jagdgelegenheiten hatten.

Johann Will notiert hierzu 1692: Der künstliche See wird „teils von der Trebgast, teils von der Steinach, durch weit hergeführte Gräben angefüllt und alle zwei Jahre einmal abgefischt. Er heget wilde Gänse, allerlei Enten und Wasservögel, welche die fürstliche Herrschaft auf der darin angelegten Lustinsel zur Ergötzlichkeit schießen kann.“
Schon damals glich er also eher einem See als einem Weiher.

Karte von Johann Friedrich Weiss (Staatsarchiv Bamberg)
Ein Klick auf die Bilder vergrößert diese.

Bitte um Nachsicht, wir sind hier bis Ende September noch online mit (vorerst ungeprüften) Rohtexten an der Arbeit.

Das Puzzle St. Georgen im 18. Jh. . . . auf unserer www.markgrafenkultur.de

Der Stadtteil hat an barocken Bauten, Straßen und Anlagen so viel zu bieten, dass er ohne weiteres eine eigene, kleinere Webseite füllen könnte. Auch bietet seine Geschichte viel interessanten Stoff zur Alltags- und Hofkultur, zur Sozial- und Industriegeschichte. Hier die Übersicht (und auch gleich die Links), wo Sie St. Georgen-Beiträge auf der Themen-Liste unserer Webseite finden können:

  • Das Ordensschloss St. Georgen (& Roter Adler-Orden) beim Thema Schlösser
  • Den Brandenburger See mit Matrosengasse, Theater/Opernhaus mit Seekulisse, Weyerhaus, Roseninsel, Seeschlachten & Seefesten sowie den barocken Gartenanlagen beim Thema Parks & Gärten
  • Ordenskirche & Stiftskirche St. Georgen beim Thema Markgrafenkirchen
  • Planstadt Zentrum St. Georgen und Barocke Einzelbauten hier als eigene „Kachel-Beiträge“ beim Thema Prachtbauten & -straßen
  • Kurz-Biografien des Markgrafen Georg Wilhelm (1678/1712-1726) – und der anderen Markgrafen – beim Sonderthema Markgrafengeschichte. Dort ist dann irgendwann auch ein Beitrag zum Roter Adler-Orden geplant, der in St. Georgen 2011 als Orden de la Sincérité gegründet wurde.

Zu all dem gibt es erstaunlich viel, meist lokalhistorische Literatur, der wir je eine eigene Bildkachel bei den Themen Brandenburger See und Planstadt St. Georgen widmen. Als spannende, gut bebilderte und umfassende Buch-Monografie empfehlen wir den immer noch aktuellen Band von Christoph Rabenstein/Roland Werner: St. Georgen, Bilder & Geschichten. 1994 (über den Verlag Christoph Rabenstein in Bayreuth immer noch erhältlich).

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